Unterwegs mit einem Sterne Koch

Kurt liegt mir schon seit Monaten, nein Jahren, in den Ohren, wieso ich ihn nie nach Bali mitnehmen würde.

Ich gebe zu bedenken, dass ich mich auf meinen Reisen normalerweise abseits der ausgelatschten Touristenpfade bewege. Da bleibt der Komfort dann halt schon mal aussen vor.

Ja, ja, kein Problem, meint er. Er könne sich noch gut erinnern wie er damals, in den 1980er, auf seiner Reise durch Südostasien in einfachen Unterkünften gehaust habe.

Also gut. Ich verspreche ihm, ihn auf meiner nächsten Reise nach Indonesien mitzunehmen. Wir werden ja sehen wie hart er im Nehmen ist.

Singapur

Kostenlose Stadtbesichtigung

Es ist soweit. Wir besteigen den Airbus A380 der Singapur Airlines. Ich staune immer wieder wie sich eine solche Masse in der Luft halten kann. Wie dem auch sei, der Service an Bord ist wie immer perfekt. Der Vogel ist fast voll. Trotzdem ergattere ich mir einen Sitzplatz mit zwei leeren Plätzen nebenan und richte mich ein. Ich schlafe relativ gut und überraschend viel auf dem knapp dreizehnstündigen Flug.

Ich habe für Singapur absichtlich einen mehrstündigen Zwischenstopp eingeplant. Denn ich wollte mir endlich mal das imposante Hotel Marina Bay anschauen. Wir nehmen an der offerierten, kostenlosen Stadtrundfahrt teil in der Annahme, dass es erleichterte Zollformalitäten geben würde. Leider entpuppt sich das als Trugschluss.

Während der anschliessenden Rundfahrt werden wir von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gekarrt. Obschon ich schon oft in Singapur unterwegs gewesen bin, entdecke ich Orte, welche ich vorher noch nie gesehen habe. Das meiste kommt mir jedoch vertraut vor.

Fazit

Free Sight Seeing Tour

Ist zwar ein tolles Angebot für jemanden der Singapur nicht kennt oder der Sprache nicht mächtig ist.

Für mich ziehe ich den Schluss, dass ich das nächste Mal auf eigene Faust die Stadt erkunden werde.

Keine Erleichterung bei den Zollformalitäten.

Die Ernüchterung folgt auf dem Fuss

Hotel Pramapada statt Villa Puri Royan

Nach dem Intermezzo in Singapur, fliegen wir weiter nach Denpasar, Bali. Schon von der Schweiz aus habe ich im Puri Royan ein Zimmer reserviert. Wir lassen uns vom Ngurah Rai International Airport mit einem Taxi zum Hotel chauffieren.

Obschon mit Swimmingpool und bloss ein paar Schritte vom Strand von Jimbaran entfernt, entspricht das Hotel meines Vertrauens nicht dem Niveau meines Begleiters. Am liebsten möchte er gleich wieder auschecken. Es ist schon Abend. Deshalb vertröste ich ihn mit Erfolg auf den nächsten Tag.

Wir finden über Agoda ein Superangebot im brandneuen Hotel Pramapada, das nun zur Harris Hotelkette gehört.

Es liegt etwa fünf Minuten zu Fuss vom Strand entfernt, kostet umgerechnet schlappe 80 Franken für das Zimmer zu zweit. Gut, gegenüber dem Villa Royan für 20 Franken, ist das doch ein riesiger Unterschied. Dennoch, wir sind begeistert!

Nigelnagelneue Zimmer, ein grandioser Pool (Bild) mit Bar auf der Dachterrasse und vor allem die beste je gegessene Omelette zum Frühstück ist der Preis allemal wert.

Zum Akklimatisieren Jimbaran Beach

Ikan Bakar - Tuak - Bintang

Bis zum Abflug zur Rundreise auf Flores, bleiben uns ein paar Tag um uns an das tropische Klima zu gewöhnen.

Wir verbringen die Zeit hauptsächlich am Strand beim Warung von Ibu Donki. Fantastische Sonnenuntergänge bei gegrilltem Fisch. Ich fühle mich wie zu hause.

Ob es eine Art Kulturschock ist oder er einfach nur den Durchschnitts-Schweizer heraushängt? Ich weiss es nicht. Jedenfalls kann er sich kaum amüsieren. Als Gstronom und ehemaliger Hotellier lästert er über dies und jenes. Wie die wohl die vielen Angestellten bei so wenigen Gästen finanzieren können. Das rentiert doch nicht!

Wow, denke ich mir, das kann ja heiter werden. Hoffentlich zieht er diese Nörgelei nicht über den ganzen Urlaub durch! Meistens lasse ich ihn reden. Ab und zu, wenn es mir zu bunt wird, relativiere ich. Mir hingegen gefällt es prächtig und ich fühle mich sofort wie zu hause.