Nach beinahe zehn Jahren Abstinenz bin ich zurück und wie! Es hat mir den Ärmel gleich wieder rein gezogen, Wahnsinn!

Super! Aber diese Bautätigkeiten. Da geht was ab.

Neuer Flughafen

Es beginnt bereits am Flughafen. Kaum wieder zu erkennen. Abflug- und Ankunftshalle etagengetrennt. Super professionell!

Wo 2006 gegenüber des Flughafengebäudes noch ein riesiger Parkplatz gelegen hat, steht jetzt ein mehrstöckiges Parkhaus. Das Chaos ist eindeutig einer übersichtlich strukturierten Anlage gewichen; habe ich gemeint.

Abi, mein Schwager holt mich vom Flughafen ab. Wir steigen ins Auto und fahren dem Ausgang entgegen. Schon ein paar hundert Meter vor der Ausfahrt holt mich das Chaos wieder ein. Da jede und jeder die Parkgebühr bar bei einem der rund 10 Kabäuschen bezahlen muss, gibt es Gedränge und Rückstau.

Die Zu- und Ausfahrt vom Flughafengelände ist noch ein Provisorium. Aber was sich hier bereits abzeichnet und sich in den kommenden Tagen wie ein roter Faden durchzieht, das Verkehrschaos kennt keine Grenzen.

Denpasar - Dauh Puri Klod
Pulsierende Provinzhauptstadt

Die ersten paar Tage wohne ich bei Abi und seiner Familie im Süden von Denpasar. Genauer gesagt im Bezirk Dauh Puri Klod, hart an der Grenze zum Bezirk Sidakarya. Tolle Sache!

Es ist ein perfekter Ausgangspunkt für Renon, Sanur und Serangan. Durch meine lieben Verwandten lerne ich Esstempel kenen, welche unter Touristen kaum bekannt sind. Hervorragende Küche zu fairen. Die moderaten Preise locken viele einheimische Gäste.

Ich werde wohl eine Kolumne mit meinen Lieblingsspeisen und meinen Lieblingsrestaurants auf diesem Portal eröffnen.

Unweit von Abis Haus lasse ich mir in einem der vielen Salons die Haare schneiden. Auch hier, obschon nur ein paar wenige Kilometer von den Touristenzentren weg, ist touristische Kundschaft die Ausnahme.

Ein Hoch auf die herzliche Gastfreundschaft. Einen Monat bei meinen Verwandten ist dann doch gar lang. Ich will mir auf einer Rundfahrt die Veränderungen Balis ansehen. Ausserdem steht ein Abstecher auf die Insel Flores an.

Dafür besorge ich mir ein Ticket mit der TransNusa nach Ruteng auf Flores und mit der Wings Air gleich noch einen Rückflug ab Labuanbajo.

Ausserdem habe ich noch Geld gewechselt. Früher ist "Central Kuta Money Changer" konkurenzlos gewesen. Jetzt kriegt man für den Schweizer Franken beim ebenso seriös arbeitenden BMC leicht bessere Kurse.

Abi hat mich die ganze Zeit von Ort zu Ort durch die Staus chauffiert!

Nun ist es aber höchste Zeit meinen lieben Freund zu überraschen. Es sind ziemlich genau neun Jahre, seitdem wir uns das letzte Mal getroffen haben. Nyoman alias Pak Donki weiss nichts davon.

Jimbaran Beach
Überraschung geglückt!!!

Bis zu meinem Abflug nach Flores will ich die paar Tage bei meinen Freunden in Jimbaran verbringen.

Abi bringt mich mit seinem Auto bis zur Strandkneipe, dem Warung von Bibi. Sie schlägt vor lauter Überraschung die Hände über dem Kopf zusammen. Ihre Freude ist ehrlich herzlich. Abi muss noch Waren liefern und verabschiedet sich nach einem Kaffee. Ich deponiere mein Gepäck bei Bibi und mache mich auf den Weg zur Strandbeiz von Ibu Made, der Frau von Pak Donki.

Ich sehe ihn schon von Weitem. Zusammen mit Made sitzt er auf einer Bank im Schatten eines Baumes. Obschon sie in meine Richtung schauen, erkennen sie mich nicht. Ich bin noch zu weit entfernt. Sie rechnen ja auch nicht mit mir.

Je näher ich komme, desto genauer schauen sie sich den Touristen an, der auf sie zu kommt. Die Freude ist unbeschreiblich, als sie mich erkennen. Es fliessen Freudentränen.

Die Überraschung ist perfekt, hammer! Wir plaudern bei ein paar Bierchen über dies und das. Was sich alles verändert hat und vor allem wie es all den Familienangehörigen so geht.

Donki, Nyomans Sohn fährt mich zum Hotel Puri Royan. Super gelegene, preiswerte Herberge mit herzlichem Personal nur ein paar Schritte vom Strand entfernt. Die Zimmer im zweiten Stock sind sehr angenehm. Wenn ich die Eingangstür und die Tür zum Balkon öffne wird der ganze Raum angenehm durchlüftet.

Der Strand von Jimbaran hat sich eigentlich nicht gross verändert. Was man von der nächsten Umgebung und dem Dorf Jimbaran nicht behaupten kann. Viele neue Häuser, Minimärkte und gigantischen Samasta Lifestyle Village, welches sich jedoch noch im Bau befindet.